Braunschweig: Staffel überrascht

Bei der Deutschen Leichtathletik Meisterschaft in Braunschweig konnte die LG Rhein-Wied über zwei vierte Plätze jubeln.
Lena Eichhorn, Lotta Götz, Tessa Levine und Sina Ehrhardt belegen bei der DM in Braunschweig über 4x 400 Meter der WJ U20 mit 3:53,28 Minuten den vierten Platz (Foto: privat).

Lena Eichhorn, Lotta Götz, Tessa Levine und Sina Ehrhardt belegen bei der DM in Braunschweig über 4x 400 Meter der WJ U20 mit 3:53,28 Minuten den vierten Platz (Foto: privat).

Sophia Junk war zufrieden mit ihrer Leistung und ihrer Zeit, und das aus gutem Grund. Bei der deutschen Meisterschaft der Leichtathleten in Braunschweig bewegte sich die Sprinterin der LG Rhein-Wied in drei Durchgängen vom Vorlauf (11,41 Sekunden) über das Halbfinale (11,30) in den Endlauf auf konstant gutem Level, sie wurde von Runde zu Runde schneller und egalisierte im Finale mit einer Zeit von 11,26 Sekunden bei minimalem Rückenwind schließlich ihre persönliche Bestleistung. Zum Sahnehäubchen, sprich einer Medaille, fehlten der 25-Jährigen Winzigkeiten: 0,003 Sekunden oder umgerechnet etwas mehr als zwei Zentimeter. Mit dem Sieg von Titelverteidigerin Gina Lückenkemper fand die DM-Entscheidung ihr erwartetes Ende. Dahinter tummelten sich die Verfolgerinnen dicht gedrängt. Alexandra Burghardt, Lisa Marie Kwayie und Junk lagen mit jeweils 11,26 Sekunden nach Hundertstelsekunden gleichauf. Die Zielbildauswertung ergab die Reihenfolge Burghardt vor Kwayie und Junk. „Im ersten Moment war ich enttäuscht, dass es knapp nicht zu einer Medaille gereicht hat. Aber mit etwas Abstand war es ein erfolgreiches Wochenende. Ich bin happy eine konstante Leistung in einer Wettkampfsituation gezeigt zu haben“, sagte Junk. Die im Finale ihre Bestzeit bei deutlich weniger Rückenwind als beim gleich schnellen Lauf in Mannheim einstellte.

Bei einer deutschen Meisterschaft der Großen kommen über 4x400 Meter auch immer die U20-Jugendlichen zum Einsatz und ermitteln ihre Medaillengewinner. Hier gelang dem Quartett der LG Rhein-Wied ein Quantensprung. Mit einer Vorleistung von 4:11,67 Minuten gemeldet steigerte sich das junge Team mit Lena Eichhorn, Lotta Götz, Tessa Levine und Sina Ehrhardt auf 3:53,28 Minuten und belegte knapp geschlagen vom SC DHfK Leipzig Rang vier. Eichhorn, Götz (beide Jahrgang 2008) und Levine (Jahrgang 2007) können sogar noch in der Altersklasse U18 laufen. Die Männerstaffel mit Lennert Kolberg, Reiko van Wees, Pascal Kirstges und Florian Raadts belegte knapp über ihrer Meldezeit mit 41,55 Sekunden Rang zwölf. Beim Frauen-Quartett liefen Lena Kuppert, Miriam Rühle und Jessica Roos an, aber dann missglückte der dritte Wechsel auf Schlussläuferin Kira Roscher. Stark in den Sprints präsentierte sich Florian Raadts. Mit einer eingestellten persönlichen Bestleistung (10,62 Sekunden) war Raadts zeitgleich mit dem Hamburger Paul Erdle. Dazwischen befand sich die Trennlinie zum Halbfinale. Pascal Kirstges (27.) wurde mit 10,67 Sekunden gestoppt. Für Jessica Roos blieb die Uhr bei 12,15 Sekunden stehen. Die Saisonbestleistung von 13,62 Sekunden (Platz 11) war gemessen an den Vorzeichen für Viktoria Müller eine sehr gute Leistung im 100-Meter-Hürden-Halbfinale. Am Ende fehlten nach langer Verletzungspause lediglich 17 Hundertstel um ins Finale der besten Acht einzuziehen. Am Sonntag verzichteten Sophia Junk und Jessica Roos im strömenden Regen und bei geringen Temperaturen auf ihre 200-Meter-Starts.