Das schnelle Frauen-Quartett mit Sophia Junk, Lena Brunnhübner, Jessica Roos und Kira Roscher sowie Ersatzfrau Miriam Rühle hat mit der viertbesten Vorleistung wohl die besten Aussichten. „Wir sind motiviert, das Bestmögliche aus uns herauszuholen. Dann schauen wir, was herauskommt“, sagt Sophia Junk, die in Nordhessen auch über 100 und 200 Meter starten dürfte, nach ihrer Schulter-Operation zunächst aber Schritt für Schritt denkt. „Die 100 Meter am Samstag stehen im Fokus. Wir haben gemerkt, dass sich durch die OP mein technisches Laufbild verändert hat. Es macht Sinn, die Konzentration darauf zu richten, über 100 Meter technisch sauber zu laufen und die Schnelligkeit zu entwickeln. Ob ich über die 200 Meter starte, ist noch vage. Für mich ist es schon ein Sieg, in Kassel am Start zu stehen. Dabei sein ist diesmal alles“, sagt die 24-Jährige.
Ebenfalls mit der A-Normerfüllung ins Teilnehmerfeld rückte Viktoria Müller. Die Hürdensprinterin lief erst Ende Juni bei den süddeutschen Meisterschaften in Ulm trotz leichtem Gegenwind persönliche Bestleistung und darf sich bei gutem Verlauf des Halbfinales Chancen auf eine Endlauf-Teilnahme ausrechnen. Der holprige Saisonstart nach einem schweren Trainingsunfall ist abgehakt. „Mittlerweile läuft das Training schon wieder sehr gut. Mein Ziel für Kassel ist ganz klar, meine Bestzeit im Halbfinale anzugreifen und mir damit den Einzug ins Finale zu sichern. Ich denke, das sollte möglich sein. Die Trainingswoche verlief sehr gut und ich gehe optimistisch in den Wettkampf“, berichtet Müller.
Kai Kazmirek arbeitet intensiv auf den Zehnkampf im polnischen Bydgoszcz hin, bei dem er in zwei Wochen die letzte Chance auf die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in der ungarischen Hauptstadt Budapest vom 19.. bis 27. August nutzen möchte. In Kassel steht Kazmirek für den Weitsprung, die 110 Meter Hürden und die Staffel in den Meldelisten. An die deutsche Meisterschaft von 2022 erinnert sich Leon Schwöbel gerne zurück. Vor der Kulisse des Brandenburger Tores sicherte er sich damals mit Hausrekord von 19,16 Metern den guten fünften Platz.. Bei nur 16 Zentimeter weniger steht die Jahresbestleistung des Westerwälders, der die A-Norm bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften in Ingelheim damit punktgenau traf und jetzt ein weiteres Mal in den Endkampf der Top-Acht einziehen will.
„Ich bin sehr glücklich dabei zu sein, nichtsdestotrotz gestalteten sich die Vorbereitung und Wettkämpfe alles andere als zufriedenstellend. Am Samstag beginnt alles von null. Ich hoffe, ich kann mein Potenzial zeigen“, sagt Schwöbel, der eine enge Entscheidung erwartet. „Ich weiß, dass es durchaus möglich ist, um eine Medaille mitzustoßen, jedoch ist es genauso möglich, nach dem dritten Versuch auf Platz neun oder zehn zu stehen und keine weiteren Versuche zu haben. Am Ende entscheiden bestimmt nur Zentimeter über Sieg und Niederlage.“Pascal Kirstges kann sich über 100 und 200 Meter mit den besten deutschen Sprintern vergleichen, Radha Fiedler hat nach langer Verletzungspause mit der Quali über 800 Metern schon ein großes Saisonziel erreicht.
Die Startzeiten der Rhein-Wieder:
Radha Fiedler (800 Meter): Samstag, 13.18 Uhr (Halbfinale); gegebenenfalls Sonntag, 18.18 Uhr (Finale).
Sophia Junk: 100 Meter: Samstag, 15 Uhr (Vorlauf); gegebenenfalls Samstag, 17.20 Uhr (Halbfinale); gegebenenfalls 18.45 Uhr (Finale). 200 Meter: Sonntag, 16.25 Uhr (Halbfinale); gegebenenfalls Sonntag, 19.48 Uhr (Finale).
Kai Kazmirek: 110 Meter Hürden: Samstag, 16 Uhr (Halbfinale); gegebenenfalls Samstag, 18 Uhr (Finale). Weitsprung: Sonntag, 14.35 Uhr.
Pascal Kirstges: 100 Meter: Samstag, 14.25 Uhr (Vorlauf); gegebenenfalls Samstag, 17..10 Uhr (Halbfinale). 200 Meter: Sonntag, 15.52 Uhr (Halbfinale); gegebenenfalls Sonntag, 19.30 Uhr (Finale).
Viktoria Müller (100 Meter Hürden): Samstag, 15.40 Uhr (Halbfinale); gegebenenfalls Samstag, 17..50 Uhr (Finale).
Leon Schwöbel (Kugelstoß): Samstag, 13.58 Uhr.
4x100 Meter Männer: Sonntag, 14.10 Uhr (Zeitendläufe).
4x100 Meter Frauen: Sonntag, 14.45 Uhr (Zeitendläufe).
TV Zeiten und Livestream
Sechs Einzelstarter und die Sprintstaffeln bei der DM in Kassel am Start
Kai Kazmirek arbeitet intensiv auf den Zehnkampf im polnischen Bydgoszcz hin, bei dem er in zwei Wochen die letzte Chance auf die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in der ungarischen Hauptstadt Budapest vom 19.. bis 27. August nutzen möchte. In Kassel steht Kazmirek für den Weitsprung, die 110 Meter Hürden und die Staffel in den Meldelisten (Foto: Wolfgang Birkenstock).

