Götzis war bisher sein Pflaster: Platz drei, eins und zwei in den vergangenen drei Jahren sprechen für sich. In diesem Jahr aber kann Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) nicht in den Kampf ums Podium eingreifen. Der 26-Jährige ist am Donnerstag beim Wettkampf-Auftakt – letzten kleinen Übungen zur Vorbereitung auf den Zehnkampf – mit dem rechten Fuß umgeknickt. Die Nacht zu Freitag brachte keine Besserung. Die Absage seines Starts: die einzig mögliche und richtige Entscheidung.
"Das medizinische Team mit Sven Reuter als behandelndem DLV-Arzt war sofort zur Stelle", erklärt Zehnkampf-Bundestrainer Rainer Pottel. Noch vor Ort wurden Röntgenaufnahmen gemacht, gemeinsam konnte für Freitag ein MRT-Termin in Frankfurt organisiert werden, der weiter Aufschluss über die Verletzung geben soll. Während am Freitagmittag die letzten Mehrkämpfer in Götzis eintrafen, war Kai Kazmirek schon wieder abgereist.
Der Blick ist nun nach vorne gerichtet, erste Stationen auf dem Weg zur Genesung bereits gesetzt, betroffen ist glücklicherweise nicht der Sprungfuß. Die Hoffnung liegt auf einem Start in Ratingen (24./25. Juni), wo Kai Kazmirek ebenso wie der erkrankte Arthur Abele (SSV Ulm 1846) eine zweite Chance auf die WM-Qualifikation für London (Großbritannien: 4. bis 13. August) ergreifen könnte.