Es hat in diesem Jahr nicht sollen sein für Sophia Junk: Die Weltklasse-Sprinterin der LG Rhein-Wied musste nach zwei Staffel-Medaillen bei Olympia 2024 und der WM 2025 bei der Europameisterschaft in Birmingham diesmal über enttäuschendere Momente hinwegkommen.
In der hoch eingeschätzten 4x100-Meter-Staffel begrub eine Verletzung bei Junk den Traum vom Podium-Hattrick. „Als ich in den Wechselraum reingelaufen bin, war noch alles super. In dem Moment, als das Staffelholz nach vorn geschoben habe, hat es mir links in den Beuger geschossen. Dadurch bin ich nach rechts gesprungen und habe das Staffelholz verrissen. Dann war es vorbei“, schilderte Junk, wie eine Oberschenkelverletzung ihren Medaillentraum platzen ließ. Lückenkemper merkte schnell, dass das vorzeitige Aus nicht unter normalen Umständen passierte. „Sophia ist bei den Wechseln immer eine absolute Bank. Sie klärt eigentlich jede Situation, die wir haben. Als sie nur meinen kleinen Finger erwischt hat und auch kein Druck mehr nachkam, wusste ich, da stimmt etwas nicht. Das sind Dinge, die passieren im Sport. Das ist super ärgerlich. Am ärgerlichsten für Sophia, die jetzt mit einer Verletzung hier steht.“
Über 200 Meter gab’s für die deutsche Meisterin von 2025 kein Weiterkommen ins Finale. Sie wurde in ihrem Halbfinal-Lauf in 23,22 Sekunden Fünfte. „Ehrlich gesagt, war ich froh, dass ich überhaupt an der Startlinie stehe. Nach den deutschen Meisterschaften hatte ich noch einmal muskuläre Probleme, die meine Vorbereitung massiv eingeschränkt haben. Jetzt hinten raus haben wir es gut in den Griff bekommen. 22,77 Sekunden hätte es gebraucht für den Endlauf. Das muss man in so einem Halbfinale erst einmal laufen. Das habe ich heute nicht ansatzweise geschafft. Da waren die anderen besser, da ziehe ich meinen Hut“, sagte Junk.
Leichtathletik EM in Birmingham

