Europameisterschaft in Sicht

Sophia Junk hat berechtigte Hoffnungen, im August bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham an den Start zu gehen und somit auch in diesem Jahr Teil eines internationalen Top-Events zu sein. Als erste Deutsche in diesem Jahr unterbot sie über 200 Meter die Direkt-Norm, die bei 22,85 Sekunden liegt. Bei „Fast Arms Fast Legs“ in Wetzlar kam die Rhein-Wiederin bei 22,76 Sekunden raus. Nach der Verletzung im Mai ist die Freude zurück bei der 27-Jährigen, die sich bei 1,9 Metern pro Sekunde Rückenwind an der Lahn durchsetzte und die Spitze in der deutschen Jahresbestenliste übernahm. Maren Schumacher steigerte ihre persönliche Bestleistung auf 23,79 Sekunden. Über 100 Meter mischte Jessica Roos als Siebte des A-Finales (11,62 Sekunden) erneut weit vorn mit. Junk (11,25 Sekunden, Saisonbestleistung) und Schumacher (11,68) verzichteten beide auf die Teilnahme am Endlauf. Pascal Kirstges verbessere seine beste 100-Meter-Zeit in 2026 auf 10,56 Sekunden, mit denen er das C-Finale für sich entschied.

Klein aber fein war das Rhein-Wieder Aufgebot bei der deutschen Meisterschaft der Altersklassen U16 und U20 im Lohrheidestadion von Bochum-Wattenscheid. Alle Starterinnen schnitten auf einstelligen Positionen ab, was in den Top-Starterfeldern bemerkenswert ist. Isabella Chetik sich in den drei Runden der 100-Meter-Entscheidung von 11,87 auf 11,80 und 11,79 Sekunden, erzielte damit drei Hausrekorde und mischte als Vierte im Finale in der absoluten Spitze mit. Zum Sahnehäubchen fehlten acht Hundertstelsekunden auf die drittplatzierte Sophie Ritter. Chetik setzte auf der halben Stadionrunde ihre Hausrekord-Serie fort. Mit 24,18 Sekunden qualifizierte sich für das Finale, hier sicherte sie sich mit 24,07 Sekunden Rang sechs. Die gleiche Platzierung ging an 400-Meter-Hürden-Läuferin Lotta Götz mit 59,97 Sekunden. Im Finale unterbot sie zum ersten Mal in einem Wettkampf die 60-Sekunden-Marke. In der 4x100-Meter-Staffel brachte Götz das Rhein-Wieder Team als Vierte ins Ziel. Lina Schmidt, Isabella Chetik und Lotta Meuter freuten sich gemeinsam mit ihr über das Top-Resultat (46,38 Sekunden) mit 0,05 Sekunden Rückstand auf die drittplatzierte Staffel von Eintracht Frankfurt.
In der U16 hatte sich Fine Schellinger für die W15-Kugelstoß-Entscheidung qualifiziert. Im dritten Durchgang schaffte sie ihren besten Versuch (12,51 Sekunden) – Platz fünf.

Samuel Plenert Fabing möchte sich noch für die Mehrkampf DM in Hannover qualifizieren. In Kreuztal schaffte dies der U18-Athlet bei der Kreis-Mehrkampf-Meisterschaft außer Wertung noch nicht. 3074 Fünfkampf-Punkte und 5628 Zähler in der Addition beider Tage waren ein solides Ergebnis.