Mitten in die Weltspitze

Mitten in die Weltspitze preschte Daniel von der Heyden beim internationalen Mehrkampf-Meeting in Filderstadt-Bernhausen vor. Der 19-Jährige, der in Südafrika lebt und für die LG Rhein-Wied startet, rief in Baden-Württemberg den besten Zehnkampf seiner noch jungen Laufbahn ab. Mit 7614 Punkten gewann von der Heyden die U20-Konkurrenz inklusive Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Eugene und aktuell Platz drei in der Weltjahresbestenliste seiner Altersklasse.
Mitten in die Weltspitze preschte Daniel von der Heyden beim internationalen Mehrkampf-Meeting in Filderstadt-Bernhausen vor (Foto: Gantenberrg).

Mitten in die Weltspitze preschte Daniel von der Heyden beim internationalen Mehrkampf-Meeting in Filderstadt-Bernhausen vor (Foto: Gantenberrg).

Obendrein fielen in neun Disziplinen persönliche Bestleistungen, viermal schaffte er die Norm für die deutsche U20-, zweimal für die U23-Meisterschaft und im Hürdensprint unterbot von der Heyden sogar die A-Mindestanforderung der Männer. Schnelle Sprints (10,74 Sekunden über 100 Meter und 14,49 Sekunden über 110 Meter Hürden) sowie starke Werte in den Wurfdisziplinen (16,37 Meter im Kugelstoßen, 44,65 Meter im Diskuswurf und 57,51 Meter im Speerwurf) waren die Basis für das Top-Ergebnis. In der U18 qualifizierte sich Noah Seibel mit 6122 Punkten (persönliche Bestleistung) für doe DM, obwohl er im Stabhochsprung ohne gültigen Versuch blieb, weil er ansonsten sechs Hausrekorde verbuchte (6,46 Meter im Weitsprung, 14,13 Meter im Kugelstoß, 51,35 Sekunden über 400 Meter, 41,23 Meter im Diskuswurf, 49,20 Meter im Speerwurf und 4:54,19 Minuten über 1500 Meter). Samuel Plenert Fabing fehlen mit 5807 Punkten knapp 100 Punkte zur erforderlichen Norm.

Die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft der Altersklassen U20 und U16 in Kaiserslautern war für einige Rhein-Wieder Athleten nicht nur eine weitere Chance auf Titel und Medaillen, sondern auch eine Generalprobe für die süddeutsche Meisterschaft am kommenden Wochenende im Koblenzer Stadion Oberwerth. Nach den spannenden Entscheidungen in der Pfalz stand man bei acht Titeln, zehnmal Silber und fünfmal Bronze. Für den Großteil dieser erfreulichen Ausbeute war die weibliche U20 verantwortlich. Die hervorstechenden Resultate waren die persönliche Bestleistung von Isabella Chetik bei ihrem Goldsprint über 100 Meter in 11,96 Sekunden trotz leichtem Gegenwind (Norm für die U20- und U23-DM) und die erneut überzeugende Staffel-Leistung von Svea Weber, Lina Schmidt, Lotta Meuter und Isabella Chetik über 4x100 Meter mit U20- und U23-DM-Norm von 47,92 Sekunden. Lina Schmidt schwang sich zur erfolgreichsten Rhein-Wiederin in Kaiserslautern auf. Neben Staffel-Gold gewann sie Silber über 200 Meter (25,28 Sekunden, U20-DM-Norm) vor Lotta Meuter (25,80) und Bronze über 100 Meter (12,18 Sekunden, U20-DM-Norm). Auch über 800 Meter gab’s zwei LG-Medaillen. Laura Köhler gewann in 2:24,94 Minuten, Amy Hamel belegte Platz drei (2:40,40). Unter den Besten Deutschlands darf sich auch Lotta Götz bei der deutschen Meisterschaft beweisen. Über 400 Meter Hürden schaffe sie die Qualifikationszeit ein weiteres Mal – diesmal mit 1:04,80 Minuten und dem Meistertitel. Eine Zentimetersache wurde der Kampf um Gold in der Weitsprunggrube. Hier lagen Lea Braun und die Rhein-Wiederin Lotta Meuter nach sechs Versuchen mit 5,38 Metern gleichauf. Weil Meuters zweitbester Versuch zwei Zentimeter kürzer war (5,28 gegenüber 5,30), hatte sie knapp das Nachsehen. Im Wurfbereich setzten Amelie Schmitt und Eva-Fabienne Stein Ausrufezeichen: Schmitt als Zweite mit der Kugel (11,55 Meter) und Erste mit dem Diskus (36,47 Meter), Stein als neue Landesmeisterin im Speerwurf (37,74 Meter).

Die männliche U20 Jugend hatte sich in kleinen Teilnehmerfeldern auf Position zwei eingeschossen. Vor allem in Person von Maximilian Römer, der im Hochsprung (1,92 Meter) und Weitsprung (6,67 Meter) Silber gewann und auch in der zweitplatzierten Staffel gemeinsam mit Maximilian Überhofen, Jona Carstens und Konstantin Retzlaff (45,04 Sekunden) zum Einsatz kam. Auch Überhofen belegte Rang zwei über 110 Meter Hürden (18,64 Sekunden). W15-Wurftalent Fine Schellinger hatte den Status der zweifachen Rheinland-Pfalz-Meisterin der LG Rhein-Wied in diesem Jahr exklusiv für sich. Sowohl mit der Kugel (11,50 Meter) als auch mit dem Speer (36,84 Meter) führte sie die Felder an. Ansonsten gab es Staffel-Bronze durch die U16-Jungs Merlin Ott, Ibrahim Alabdullah – zudem Weitsprung-Zweiter (5,49 Meter) -, Phillip Sommer und Julius Karst (50,85 Meter), Silber für Klara Eichhorn auf der 300-Meter-Strecke (44,44 Sekunden) sowie bei den W14-Mädchen Bronze für Greta Klöckner in der 100-Meter-Konkurrenz (13,18 Sekunden) und Bronze für Clara Sophie Keller über 80 Meter Hürden (12,51 Sekunden).

Nach ihrem bei den World Relays zugezogenen Muskelfaserriss stieg Sophia Junk in Mannheim in ihre Saison ein. 11,40 Sekunden standen für sie auf der Uhr. Jetzt heißt es Stück für Stück zur alten Form zurückzufinden, die ihr in vergangenen Saison so viele große Erfolge einbrachte. W40-Seniorin freute sich beim SFG-Abendsportfest in Bernkastel-Kues über zwei Klassensiege. Im Kugelstoß (7,85 Meter) und Weitsprung (4,25 Meter) führte kein Weg an ihr vorbei.