Der genannte Start-Ziel-Bereich als Magnet für die jubelnden Zuschauer und Ort der Entscheidungen befand sich in diesem Jahr nicht in den Goethe-Anlagen direkt am Rhein, sondern im Rhein-Wied-Stadion. Aus organisatorischen Gründen wurde hier das Zentrum der Breitensportveranstaltung errichtet. Mit Erfolg. Die Läufer genossen eine großartige Stimmung, die die heimischen Läufer der LG Rhein-Wied besonders beflügelte. Auf der längsten Distanz des Tages, der Zehn-Kilometer-Strecke, erreichten Denni Neumann (35:13 Minuten) und Annika Kost (43:38) als Erste das Ziel.
Die beiden Rhein-Wieder machten an der Spitze des Feldes einen überlegenen Eindruck. Natürlich war’s anstrengend, aber Neumann sprach im Ziel davon so weit gegangen zu sein, dass es immer noch Spaß machte. Er gewann vor dem Vorjahressieger David Thone. Annika Kost, die vor zwei Jahren bereits die schnellste Deichlauf-Frau war - damals allerdings auf der altbewährten Strecke -, machte das Rennen vor ihrer LG-Kollegin Christine Zeni. „Die Bedingungen waren auf den nichtasphaltierten Abschnitten etwas rutschig und matschig. Für die Bedingungen bin ich zufrieden“, sagte die Siegerin. Immer wieder schickten die Wolken Regen auf Neuwied nieder, was den Untergrund aufweichte.
Bevor die Zehn-Kilometer-Läufer auf den Rundkurs gegangen waren, waren Florian Henne und Maya Langhammer bereits für ihre Siege auf der halb so langen Distanz geehrt worden. Langhammer von der LG Brillux Münster war schon vor einem Jahr die Nummer eins bei den Frauen (21:12), diesmal vor der Rhein-Wiederin Isabel Quaack (22:14), der Andernacher Henne machte es wie 2024. Nach rund drei Kilometern setzte er sich an der Spitze von Jonathan Neffgen ab, der später noch einmal den Anschluss fand, hinten heraus das Tempo des 19-Jährugen jedoch nicht mehr mitgehen konnte. „Die Stimmung im Zielbereich war viel besser als sonst immer auf der alten Strecke. Das hat die Läufer gepusht“, sagte Henne, der 17:36 Minuten mit einer Sekunde Vorsprung auf Neffgen gewann.
Beeindruckend groß waren die Meldezahlen für die Kinder- und Jugendläufen der Altersklassen U8 bis U16 über 1000 Meter. Hier herrschte richtige Stadionatmosphäre, weil Familie, Freunde und Mitschüler in Scharen vom Rande der Laufbahn aus anfeuerten. Für alle war es schön zu verfolgen, welche Begeisterung der Nachwuchs für den Sport entfachen kann. Zusätzliche Motivation brachte der große Grundschulpreis. Für die meisten Finisher im Ziel gemessen an der Schulgröße freuten sich die Grundschule Andernach-Namedy (Kategorie bis 150 Gesamtschüler) und die Friedrich-Ebert-Schule Oberbieber (Kategorie über 150 Gesamtschüler) über die ersten Plätze. Die Olympische Schulstaffel über 5x600 Meter gewann die Klasse 5a der Karl-Fries-Realschule Plus Bendorf. Mit 14 teilnehmenden Mixed-Staffel war das Feld auch hier sehr gut besetzt. Auch auf den langen Strecken gab’s Sonderwertungen: Die Deichstadtkirche Neuwied stellte über 5 Kilometer die größte Finisher-Gruppe und gewann somit den Robert-Krups-Preis. Die über 10 Kilometer ausgeschriebene Teamwertung ging an die LG Rhein-Wied – naheliegend bei den Siegen von Neumann und Kost, dem zweiten Platz von Christine Zeni und Rang fünf in der Männer-Klasse durch Luis Spahlholz.
Über 1300 Teilnehmer beim Deichlauf

