Landes- und Verbandsmeister-Titel für die LG Rhein-Wied

Es war das erste „dicke“ Meisterschaftswochenende in Rheinland-Pfalz: In Mainz ermittelten U18-Jugend und Männer/Frauen ihre Landesmeister, in Heidesheim ging es für die Altersklassen U16 und U14 um die Medaillen bei der Blockmeisterschaft des LV Rheinhessen-Rheinland. Die LG Rhein-Wied war an beiden Austragungsorten sehr erfolgreich und gewann insgesamt 34 Medaillen:
U20-Sprinterin Isabella Chetik, die über 100 (11,98 Sekunden) als Erste sowie 200 Meter als Dritte (24,79) ihre persönlichen Bestleistungen steigerte (Foto: Gatenberg).

U20-Sprinterin Isabella Chetik, die über 100 (11,98 Sekunden) als Erste sowie 200 Meter als Dritte (24,79) ihre persönlichen Bestleistungen steigerte (Foto: Gatenberg).

Rheinland-Pfalz-Meisterschaft m. & w. Jugend U18 sowie Männer/Frauen in Mainz

Bei einigen Top-Athleten der LG Rhein-Wied passte die Meisterschaft nicht in das Aufbauprogramm für die bevorstehenden Saisonhöhepunkte im Sommer. Aber auch so hat man einige Leute, die im eigenen Bundesland das Bild an der Spitze mitbestimmen. Bei den Männern gewann Lennert Kolberg auf seiner Spezialstrecke über 200 Meter in 22,49 Sekunden Bronze, Nils Clemens kam nach 5000 Metern als Zweiter im Ziel an (20:05,99 Minuten) und Paul Jacobi lieferte sich im Stabhochsprung einen spannenden Zweikampf mit Malte Zaun. Jacobi setzte sich höhengleich mit 4,35 Metern durch, weil er diese Höhe im ersten, Zaun hingegen erst im zweiten Versuch meisterte. Jeweils einmal Gold, Silber und Bronze – die Rhein-Wied-Männer machten einen Medaillensatz komplett.

Bei den Frauen schlug die Stunde einiger Hochstarterinnen aus der U20, die hervorragend performten. Ganz vorn zu nennen ist U20-Sprinterin Isabella Chetik, die über 100 (11,98 Sekunden) als Erste sowie 200 Meter als Dritte (24,79) ihre persönlichen Bestleistungen steigerte und jeweils die Norm für die U20- und U23-DM schaffte. Über 100 Meter fehlen ihr jetzt sogar nur noch acht Hundertstelsekunden zur B-Norm bei den „Großen“. Die junge Staffel lief Chetik auf der vierten Position zur A-Norm für die deutsche Meisterschaft (46,29 Sekunden). Vor ihr hatten Celina Medinger, Miriam Rühle und Maren Schumacher den Lauf zu Gold und Norm auf den Weg gebracht. Es ist bereits die zweite Rhein-Wied-Staffel, die die DM-Voraussetzungen erfüllte. Beide warten auch in der DLV-Bestenliste derzeit mit den tollen Plätzen fünf und sieben auf. Kein anderer Verein beziehungsweise keine andere LG in ganz Deutschland ist aktuell mit zwei weiblichen Staffeln unter den Top-Ten vertreten. Genauso wie Isabella Chetik darf auch Celina Medinger an den deutschen U20- und U23-Meisterschaften teilnehmen. Bei ihrem zweiten Platz im Hürdensprint (14,42 Sekunden) bestätigte sie ein weiteres Mal die verlangten Mindestleistungen. Auf den längeren Strecken schoss sich die LG auf Bronze ein: Die U20-Jugendliche Laura Köhler behauptete sich über 1500 Meter (4:56,24 Minuten, persönliche Bestleistung) genauso auf Platz drei, wie Annika Kost über 5000 Meter (19:33,20 Minuten). Susanne Paprotta schaffte es über 400 Meter Hürden mit Saisonbestleistung von 1:11,74 Minute und Normerfüllung für die Masters-DM auf die dritthöchste Stufe des Siegerpodiums. In den Wurfdisziplinen taten sich Amelie Schmitt mit Kugelstoß-Silber (11,73 Meter) und Diskus-Bronze (37,23 Meter, persönliche Bestleistung) und Marie Böckmann als Kugel-Dritte (11,69 Meter) und Speer-Zweite (35,98 Meter) hervor.

In der männlichen U18 zählte Noah Seibel zu den erfolgreichsten Athleten des Tages. Bei seinem Titelgewinn im Stabhochsprung (4,60 Meter) überbot er die DM-Norm für die U18 und U20, über 110 Meter Hürden war der Hausrekord von 15,14 Sekunden gut für Position zwei und die U18-Norm. Seinen zweiten Titel – ebenfalls mit persönlicher Bestleistung – sicherte sich das Mehrkampf-Talent im Diskuswurf (39,69 Meter). Finley Stricker erreichte mit 58,54 Sekunden sein Ziel, die 400 Meter Hürden für sich zu entscheiden. Die DM Norm hatte er sich bereits Mitte Mai in Koblenz erkämpft. Eine Sammlung von drei Bronzemedaillen (110 Meter Hürden in persönlicher Bestzeit von 15,26 Sekunden, Hochsprung mit Bestleistung von 1,80 Meter und Weitsprung mit 6,32 Metern) sicherte sich Samuel Plenert Fabing. Auf Position zwei erreichte Sebastian Henne das Ziel über 1500 Meter in 4:23,78 Minuten. Maro Tamke gewann in 1:02,48 Minute Bronze über 400 Meter Hürden und stand dabei bei der Siegerehrung neben Finley Stricker. In der weiblichen U18 konzentrierte sich der Erfolg auf Michelle Kopietz, und der fiel nicht zu knapp aus. Gold über 100 Meter Hürden mit Bestzeit von 14,25 Sekunden und U18-DM-Norm können sich sehen lassen.

LVRR-Meisterschaft Block U14 & U16 in Heidesheim:
 
In der männlichen U14-Jugend wachsen bei der LG Rhein-Wied derzeit einige vielversprechende Talente heran. Zwei von ihnen gewannen bei den Verbandsmeisterschaften in den Blockwettkämpfen in Heidesheim Gold. Im Block Lauf war Felix Trapp das Maß der Dinge. Mit Einzelleistungen von 10,29 Sekunden über 60 Meter Hürden, 5,15 Metern im Weitsprung, 43,50 Metern im Ballwurf, 10,49 Sekunden über 75 Meter und 2:40,40 Minuten über 800 Meter sammelte er 2255 Zähler, die eine persönliche Bestleistung bedeuteten. Auch Mateo Tavano kam bei seinem Gold-Wettkampf im Block Sprint/Sprung bei einem Hausrekord heraus (2445 Punkte). Beachtlich waren vor allem seine 9,79 Sekunden über 60 Meter Hürden. Aber auch die Leistungen im Hochsprung (1,48 Meter), Speerwurf (25,12 Meter), Weitsprung (5,00 Meter) und über 75 Meter (10,22 Sekunden) waren verbandsmeisterwürdig.

In der M14 feierte die LG im Block Sprint/Sprung in der Reihenfolge Julian von Eys (2453 Punkte, persönliche Bestleistung) vor Marius Gerl (2041 Punkte, persönliche Bestleistung). Von Eys war in allen fünf Disziplinen der Beste (Weitsprung: 5,64 Meter; 80 Meter Hürden: 13,66 Sekunden; Hochsprung: 1,56 Meter; Speerwurf: 21,91 Meter; 100 Meter: 12,91 Sekunden). Die Leistungen von Mateo Tavano und Felix Trapp waren gemeinsam mit Henry Wecklein, dem jüngsten Rhein-Wieder-Medaillen-Gewinner von Heidesheim als Dritter im Block Sprint/Sprung der M12 (1828 Punkte), Jonte Tavano und Timo Lehnert die Basis für das erfolgreiche Abschneiden in der U14-Teamwertung. Hier gab es mit 9978 Punkten genauso Silber wie für die weibliche U16 mit Clara Sophie Keller, Fine Schellinger, Greta Klöckner, Lotta Schullian und Lina Forneberg (11160 Punkte).

Im ältesten U16-Jahrgang schafften Moritz Grobbel mit Platz zwei im Sprint/Sprung-Block (2423 Punkte, persönliche Bestleistung) die erforderliche Zusatzleistung für einen Start an der U16-DM, allerdings sind die verlangten Einzelleistungen doch ein gutes Stück weit entfernt. Fine Schellinger, die die Kugelstoß-Norm als Einzelleistung bereits vor den Meisterschaften in Heidesheim erfüllt hatte, schaffte als Dritte im Block Wurf mit 2286 Zählern jetzt auch die Zusatzleistung und kann sich den Termin der deutschen Meisterschaften im Kalender markieren.