Außer Wertung nahmen Lotta Götz und Jasper Kraus an den Regionsmeisterschaften in Mainz und Konz teil. Kraus lief die 800 Meter in 2:03,53 Minuten, und für Götz zahlte sich der Besuch in der Landeshauptstadt mit den Normen für die U20- und U23-DM sowie der B-Norm für die Frauen-DM über 400 Meter Hürden aus. Mit einer Verbesserung der persönlicher Bestzeit um 1,5 Sekunden auf 1:01,52 Minuten blieb sie deutlich unter den erforderlichen Zeiten und belegt aktuell Platz zwei in der U20 Besteliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. In der NRW-Nachbarschaft in Siegburg belegte Paul Jacobi mit Stabhochsprung-Bestleistung von 4,40 Metern Platz eins. Ebenfalls mit Bestwert gewann Celina Medinger den Hochsprung mit 1,68 Meter. Nicht zu schlagen war Medinger auch über 100 Meter Hürden in der WJ U20 mit 14,04 Sekunden (DM Norm in der U23 und U20) genauso wie Michelle Kopietz, die über diese Distzanz in der WJ U18 siegte. Die Uhr blieb für sie bei 14,45 Sekunden (U18 DM Norm) stehen.
39 erste Plätze in Dierdorf und DM Norm für die Staffel der WJ U16
Mit weit über 200 erbrachten Leistungen, unter anderem 39 ersten Plätzen und einer Top-Zeit, die eine Qualifikation zur deutschen Meisterschaft bedeutet, warteten die Athleten der LG Rhein-Wied bei der Koblenzer Regionsmeisterschaft auf. Im Dierdorfer Stadion herrschten sehr gute Bedingungen. Warme Temperaturen und fast durchgängiger Rückenwind auf der Zielgeraden kamen vor allem den Sprintern zugute. Als erfreuliche Konsequenz daraus purzelten die persönlichen Bestleistungen massenhaft.
In den höheren Altersklassen war das Wettkampfangebot eher überschaubar. Gelaufen wurde aber natürlich vor allem auf den kurzen Distanzen. Nele Wagner tat das über 200 Meter am schnellsten (27,04 Sekunden) und eine blutjunge Sprintstaffel mit ihr (Jahrgang 2005), Jule Babel (2008), Aglaia Stieber (2009) sowie Marlene Henne (2011) setzte sich mit einer Zeit von 52,80 Sekunden an die Spitze. Auch in der U20 hatte die LG in den Sprints das Sagen. Maximilian Überhofen schaffte den Doppelpack über 100 (11,70 Sekunden) und 200 Meter (23,51), während Jule Babel im weiblichen Bereich die Gerade am besten hinter sich brachte (14,00).
Breiter wurde das Spektrum beim U18-Nachwuchs. In den Laufdisziplinen waren Emil Roos (11,59 Sekunden) und Lotta Meuter (12,55) mit ihren 100-Meter-Siegen das Maß der Dinge. Meuter lief auch die 4x100-Meter-Staffel an. Auf sie folgten Svea Weber, Lara Klingbeil und Suri Vecher, die nach einer Gesamtzeit von 51,83 Sekunden den Staffelstab ins Ziel brachte. In den technischen Disziplinen ließ Noah Seibel im Hochsprung die Latte bei 1,78 Meter liegen und gewann damit genauso wie Samuel Plenert Fabing in die horizontale Richtung. Sein bester Weitsprung-Versuch wurde mit 6,41 Metern gemessen. Plenert Fabing ist auch ein guter Speerwerfer, was er mit der Tagesbestweite von 41,90 Metern bestätigte. Eva-Fabienne Stein ist eine echte Wurfspezialistin, bei ihr kamen die ersten Plätze mit Kugel (11,91 Meter) und Speer (38,68) nicht überraschend.
Deutlich unter der verlangten Norm-Zeit für die deutsche U16-Meisterschaft blieb die Staffel mit Greta Klöckner, Lina Forneberg, Clara Sophie Keller und Charlotte Überhofen, die nach 50,49 Sekunden das Ziel als erste erreichten. Damit gaben sich die W15-Talente noch nicht zufrieden. Keller legte mit einem Sieg im Hoch- (1,45 Meter), Klöckner im Weitsprung (5,01) noch einen ersten Platz drauf. Stark auch die Werfer des Jahrgangs 2011: Moritz Grobbel gewann den Speerwurf mit 29,85 Metern, Fine Schellinger den Kugelstoß (11,77) und Speerwurf (33,27). Auf der Laufbahn entschied Marlene Henne die 800 Meter in 2:43,76 Minuten für sich.
In der M14 wurde Julian von Eys zum Seriensieger. 100 Meter (12,68 Sekunden), Hochsprung (1,61 Meter), Weitsprung (5,33 Meter) – alle drei Disziplinen gehörten ihm. Eine schnelle U14-Staffel stellte die LG über 4x75 Meter an den Start. André Knappe, Levi Burdack, Jonathan Karst und Andreas Thielen stellten mit 42,19 Sekunden die Bestzeit auf. Thielen, der zudem den Hochsprung (1,45 Meter), Kugelstoß (9,99 Meter) und Speerwurf (31,91 Meter) war somit der erfolgreichste Rhein-Wieder des Tages. Felix Trapp war mit zwei Einzelsiegen (75 Meter in 10,66 Sekunden und Weitsprung mit 5,18 Metern) dabei. Im jüngeren U14-Jahrgang verzeichneten Jonathan Karst und Henry Wecklein Altersklassen-Siege. Karst stieß die Kugel 7,54 Meter, Wecklein warf den Speer auf 25,64 Meter. Der einzige Sieg der U14-Mädels war Leni Trimborn als beste W12-Hochspringerin (1,28 Meter) vorbehalten.
Auch die Jüngsten zeigten sich bereits in Medaillen- und Titelform. Jonathan Arent (M11) gleich zweimal (7,70 Sekunden über 50 und 2:44,15 Minuten über 800 Meter), Georg Ackerschott (M10) schaffte die zwei Stadionrunden in 3:03,70 Minuten, Mira Josefine Ehses stand im Schlagballwurf der W10 mit 22,50 Metern an der Spitze und Zoe Langhard war neben Julian von Eys sowie Andreas Thielen die dritte Rhein-Wiederin mit drei ersten Plätzen in Einzelkonkurrenzen. Im 50-Meter-Sprint (7,40 Meter) über 800 Meter (3:06,41 Minuten) und im Weitsprung (4,27 Meter) war sie nicht zu schlagen.
Weitere Ergebnisse aus Dierdorf gibt es hier.
Gute Leistungen bei guten Bedingungen
Tolle Leistung von Lotta Götz in Mainz (Foto: Gantenberg).

