Leichtathletik-Saison 2026 lockt viele Rhein-Wieder in die Stadien

Es war das erste richtig dicke Wochenende der Leichtathletik-Saison 2026. Unter anderem mehrere Bahneröffnungssportfeste lockten in die Stadien. Kein Wunder, dass besonders der Nachwuchs vor Tatendrang sprühte und vom Meldeangebot zahlreich Gebrauch machte.
Der U18-Athlet des jüngeren Jahrgangs Emil Roos schaffte in Diez mit 1,91 Meter im Hochsprung, die Norm für die deutsche Meisterschaft Anfang Juli (Foto: René Weiss).

Der U18-Athlet des jüngeren Jahrgangs Emil Roos schaffte in Diez mit 1,91 Meter im Hochsprung, die Norm für die deutsche Meisterschaft Anfang Juli (Foto: René Weiss).

Das Ergebnis der LG Rhein-Wied das am meisten Beachtung verdiente war der Hochsprung von Emil Roos in Diez. Der U18-Athlet des jüngeren Jahrgangs schaffte 1,91 Meter, die Norm für die deutsche Meisterschaft Anfang Juli in Wattenscheid ging als Zweiter der deutschen Jahresbestenliste aus dem letzten April-Wochenende hinaus. Die Saison ist noch früh, aber trotzdem kann sich Emil Roos über eine schöne Momentaufnahme freuen. Neben diesem Highlight gab es an der Lahn elf weitere Klassensiege. Roos zeigte, dass er nicht nur vertikal, sondern auch horizontal ein guter Springer ist. Er gewann den Weitsprung mit 5,91 Metern.

In den U16-Wettbewerben waren Merlin Ott, Julian von Eys, Sarah Zahn und Greta Klöckner besonders eifrig. Ott (Erster über 100 Meter in 12,59 Sekunden) und von Eys (Erster im Hochsprung mit 1,57 Meter und Weitsprung mit 5,31 Metern) bestimmten die vorderen Plätze in der M14 mit. Bei den Mädels gelangen Sarah Zahn (W15) als beste 100-Meter-Sprinterin (14,26 Sekunden) und Kugelstoßerin (6,75 Meter) sowie Greta Klöckner (W14) mit 13,19 Sekunden über 100 Meter und 4,53 Metern im Weitsprung Doppelsiege. M13-Klassensiege gingen an Andreas Thielen (1,41 Meter im Hochsprung) und Lennard Paas (4,56 Meter im Weitsprung und 54,50 Meter im Ballwurf).

Das größte Aufgebot entsendete die LG zum Sportfest nach Ochtendung, wo die U14-Mehrkämpfe einen großen Block bildeten. Hier schlossen die Rhein-Wieder mit sechs ersten Plätzen in der Einzel- und vier Siegen in den Teamwertungen stark ab. Mateo Tavano hatte sowohl im Drei- (1325 Punkte) als auch im Vierkampf (1834) der M13 die Nase vorn, er gewann vor seinen Rhein-Wied-Freunden Felix Trapp und Tom Bartman. Dieses Trio trug auch die Punktzahlen für die Mannschaftsresultate zusammen (3743 Punkte im Dreikampf, 5040 Punkte im Vierkampf). In der W13 performte Rebekka Raillard am besten (Dreikampf: 1232 Punkte; Vierkampf: 1547). Auch hier belegte die Leichtathletik-Gemeinschaft vom Mittelrhein alle Podestplätze. Charlotte Ackermann und Paula Kron trugen ihren Teil zu den ersten Plätzen der Mannschaft bei (Dreikampf: 3525 Punkte; Vierkampf: 4551). Jonte Tavano knackte im M12-Dreikampf als einziger die 1000-Punkte-Marke (1032) und gewann auch den Vierkampf mit 1303 Zählern.

Außerhalb der Drei- und Vierkämpfe gab es 18 weitere Klassensiege von der M12 bis zu den Seniorinnen W40. Bis auf die Stabhochspringer Paul Jacobi (Männer, 4,20 Meter) und Noah Seibel (U18, 4,00 Meter) stammten alle erste Plätze von der Laufbahn, und zwar durch: Nele Wagner 100 (13,80 Sekunden) und 200 Meter (27,87) der Frauen, Maximilian Römer 100 Meter der U20 (11,48), Maximilian Überhofen 200 Meter der U20 (23,67), Jule Babel 100 (14,22) und 200 Meter (29,34) der U20, Finley Stricker 100 (12,06) und 200 Meter (23,60) der U18, Klara Eichhorn 100 (14,26) und 300 Meter (44,65) der W15, Nils Tiedemann 800 Meter (3:06,47 Minuten) der M13, Jonathan Arent 800 Meter (2:52,17) der M12 sowie die Senioren Thierry van Riesen 1000 Meter (2:55,76 Minuten) der M35, Susanne Paprotta 100 (15,28) und 200 Meter (30,85) der W35 und Kirstin Hammen 100 Meter (15,39) der W40.

Zahlenmäßig dünner aber nicht weniger erfolgreich kehrten die Teilnehmer von der Herdorfer Bahneröffnung zurück. Hier machten Karla Bach (1270 Punkte) und Zoe Langhard (1249) den Dreikampf der W11 an der Spitze unter sich aus. Bach gewann aufgrund ihrer Vorteile in Schlagballwurf. Aber auch Zoe holte sich ihren ersten Platz: im 800-Meter-Lauf in 3:01,92 Minuten. Lotta Meuter war mit ihren Siegen über 200 Meter (26,07 Sekunden) und im Weitsprung (5,07 Meter) gut dabei. Fine Schellinger und Aglaia Stieber, beide aus der U18, entschieden sich für Meldungen außerhalb des heimischen Bundeslandes. Bei der Bahneröffnung in Friedberg schaffte Schellinger über 80 Meter Hürden (3., 14,12 Sekunden) und im Speerwurf (2., 37,21 Meter) zwei Podestplätze.

Rheinland-Pfalz-Meister im Hammerwurf in der Seniorenklasse M75 darf sich Peter Busch nennen. Er brachte bei den Titelkämpfen in Bengel drei gültige Versuche in den Sektor, alle drei hätten zu Platz eins gereicht. Die Siegerweite betrug schließlich 31,21 Meter. Im Rahmenprogramm entschied Busch außerdem den Diskuswurf (25,28 Meter) für sich. Nicht in London, wo Sebastian Sawe den vielbeachteten Weltrekord aufstellte, wurde Marathon gelaufen, sondern auch in Hamburg. Auf die 42,195 Kilometer im hohen Norden hatten sich von der LG Rhein-Wied Moritz Beinlich und Sebastian Rupprecht vorbereitet. Beinlich belegte bei den Männern nach 2:18,33 Stunden den guten 27. Platz, Sebastian Rupprecht stand mit 2:34,00 Stunden in der Ergebnisliste auf Position 68. Beim Deutsche Post Marathon in Bonn war auf der Zehn-Kilometer-Distanz Tamina Zinn mit einer Zeit von 49:07 Minuten auf Platz 35 der Frauen-Wertung gut dabei.