31 Medaillen bei Landesmeisterschaft abgeräumt

Bei den Landesmeisterschaften in der Leichtathletik Halle in Ludwigshafen gewann die LG Rhein-Wied 11 Titel, 13x Silber und 7x Bronze.
Sprintqueen von Ludwigshafen: Maren Schumacher gewann dreifach Gold bei Landesmeisterschaft (Foto: René Weiss).

Sprintqueen von Ludwigshafen: Maren Schumacher gewann dreifach Gold bei Landesmeisterschaft (Foto: René Weiss).

Dort, wo vom 27. Februar bis 1. März die deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathletik ausgetragen werden, haben einige Sportler der LG Rhein-Wied gute Leistungen geboten. Beim Jump’n’Run in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle erzielten sie von der Altersklasse U18 bis hin zu den Männern und Frauen gute Platzierungen und persönliche Bestleistungen. Mit 7,11 Sekunden qualifizierte sich Lennart Kolberg für das C-Finale das er schließlich in 7,04 Sekunden für sich entschied. Ein gutes Ergebnis angesichts der vielen schnellen Sprinter, die den Weg nach Westfalen fanden. Die 200 Meter lief er in 22,32 Sekunden als Sechstschnellster. Mit Podestplätzen warteten Paul Jacobi und Leonie Kupser auf. Jacobi steigerte im Stabhochsprung seine persönliche Bestleistung auf 4,30 Meter (2.) und Kupser stellte auf der Hallenrunde einen Hausrekord von 24,92 Sekunden auf (3.). Auch für Dustin Schlangen war’s ein erfolgreiches Wettkampf-Wochenende, das er mit zwei Bestleistungen (24,83 Sekunden über 200 Meter und 7,72 Sekunden über 60 Meter) abschloss. Zur Jugend: Auch die U18- und U20-Rhein-Wieder bewiesen mit ihren Leistungen, dass die Hallensaison bislang erfolgreich für sie verläuft und die Trainingseinheiten ihre Früchte tragen. Bestleistungen gab es für Jonas Dasbach (60 Meter der U20, 7,68 Sekunden), Hendrik Bibow (60 Meter der U20, 7,49 Sekunden), Lotta Götz (400 Meter der U20, 58,27 Sekunden, Norm für die DM Halle U20), Mira Bohutyn (60 Meter der U18, 8,90 Sekunden) und Marlene Henne (800 Meter der U18, 2:46,34 Minuten).

Die bisherigen Wettkämpfe waren die Vorbereitung auf den ersten Jahreshöhepunkt, die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft in Ludwigshafen. Am Rhein gewann die LG Rhein-Wied 11 Titel, 13 Mal Silber und 7 Mal Bronze. Wie man es gewohnt ist, räumten die Sprinter besonders eifrig ab. Sechs Titel und zehn Medaillen wurden über 60 und 200 Meter gewonnen. Ein Zentimetersache wurde es für Pascal Kirstges, den das Zielfoto über 60 Meter um vier Tausendstelsekunden vor dem Mainzer Niclas Trabitzsch sah. Für beide standen 6,89 Sekunden in der Ergebnisliste. Über die Hallenrunde belegte Lennert Kolberg in 22,22 Sekunden den Silberplatz. Die einzige bei den Großen in einer technischen Disziplin gehörte Paul Jacobi, dem Zweiten im Weitsprung (5,84 Meter). Bei den Frauen dominierte Maren Schumacher die Kurzstrecken, die bei ihrem Doppelsieg über 60 Meter die B-Norm für die deutsche Meisterschaft erfüllte (7,52 Sekunden) und über 200 Meter sogar die A-Norm (23,96). Jeweils der zweite Platz ging an Leonie Kupser (7,85 beziehungsweise 24,90 Sekunden).

Einiges erwarten kann man im Jahr 2026 wohl auch vom männlichen U18-Nachwuchs, der mit sieben Medaillen die erfolgsreichste Rhein-Wieder Altersklasse war in Ludwigshafen. Mit Sprintern wie Finley Stricker (Zweiter über 200 Meter in 23,86 Sekunden), Spezialisten für die längeren Strecken wie Sebastian Henne (Rheinland-Pfalz-Meister über 3000 Meter in 9:05,87 Minuten), Emil Roos (Hochsprung-Dritter mit 1,85 Metern), Jona Carstens (Stabhochsprung-Dritter mit 3,55 Metern) und dem vielseitigen Stabhochsprung-Titelträger Noah Seibel (4,35 Meter) wachsen einige Talente heran. Bei den gleichaltrigen Mädels war Lina Schmidt für die beiden Einzelmedaillen verantwortlich: Lina Schmidt gewann Bronze über 60 Meter (7,99 Sekunden) und Silber im Hürdensprint (8,86 Sekunden).

Top-Läuferinnen in gebündelter Form gibt’s in der weiblichen U20. 60 Meter (Isabella Chetik, 7,77 Sekunden), 400 Meter (Lena Eichhorn, 58,73 Sekunden), 1500 Meter (Laura Köhler, 5:04,94 Minuten) – auf all diesen Strecken gewann die LG Gold. Hinzu kam Silber durch Chetik über 200 Meter (25,39 Sekunden). In der männlichen U20 war die Ausbeute überschaubarer. Maximilian Römers Hochsprung-Silber (1,89 Meter) war der einzige Einzel-Podestplatz. Erste Meisterschaftserfahrungen auf dieser Ebene sammelte der Nachwuchs der 14-Jährigen. Hier zeigte sich Julian von Eys mit zwei Silbermedaillen im Hochsprung (1,46 Meter) und Weitsprung (5,35 Meter) von seiner besten Seite. Clara Sophie Keller freute sich im 60-Meter-Hürdensprint ebenfalls über Rang zwei (9,81Sekunden).

Wer so viele herausragende Sprinter stellt, bietet zwangsläufig auch gute Staffel auf mit drei Titeln und neun Medaillen. Den Männern gehörten die beiden ersten Plätze – Kolberg, Kirstges, Reiko van Wees und Hendrik Bibow gewannen mit DM-B-Norm von 1:28,29 Minute vor Dennis Wollgast, Paul Jacobi, Julian Würfel und Finn-Justus Dörrenberg in 1:34,47 Minute – den Sprintern im roten Trikot. Bei den Frauen holten sich Schumacher und Kupser gemeinsam mit Jessica Roos und Carolina Menrath (1:37,81 Minute) mit A-Norm ihre dritte Medaille. Und die nächste Generation steht ebenfalls bereit: Chetik, Schmidt, Eichhorn und Johanna Karst (1:45,10 Minuten  DM ) waren in der U20 nicht zu schlagen. Sie blieben 1,4 Sekunden unter der für die DM benötigten Mindestleistung. Weitere Staffel-Medaillen: männliche U18: 2. Samuel Plenert Fabing, Finley Stricker, Noah Seibel, Emil Roos 1:35,46 Minute; 3. Maro Tamke, Konstantin Retzlaff, Ben Bartman, Jona Carstens 1:45,59. Weibliche U18: 3. Svea Weber, Aglaia Stieber, Lotta Meuter, Lara Klingbeil 1:52,93 Minute. Männliche U20: 2. Hendrik Bibow, Jasper Kraus, Samuel Lehnart, Maximilian Römer 1:34,67 Minute. U16-Mixed: 3. Merlin Ott, Lina Forneberg, Julian von Eys, Lotta Schullian 1:50,56.

In diesem Jahr lohnt sich auch wieder Blick nach Nordamerika, wo Eric Kreuter die University of Charleston besucht und für diese Wettkämpfe bestreitet. Seinen Jahreseinstand gab er beim Mondo College Invitational mit 22,14 Sekunden über 200 Meter und als Teil der 4x400-Meter-Staffel, die den guten zweiten Platz belegte.