Junk war als deutsche Jahresschnellste über die halbe Stadionrunde nach Dresden gereist und qualifizierte sich im Halbfinale mit der drittschnellsten Zeit (23,07 Sekunden) hinter Gina Lückenkemper (22,94) und Jessica-Bianca Wessolly (23,04) für den Endlauf.
Hier erwischte die Rhein-Wiederin eine gute Beschleunigungsphase und lag ausgangs der Kurve schon deutlich in Führung. Diese Position ließ sie sich, auch wenn die Sindelfingerin Wessolly im Schlussspurt noch einmal aufschloss, nicht mehr nehmen. Mit einem überglücklichen Lachen auf dem Gesicht überquerte Junk nach 22,82 Sekunden die Ziellinie. „Während des Rennens habe ich schon gemerkt, dass ich ziemlich sicher vorne liege. Ich hätte die Kurve schneller angehen können, aber jetzt zählt für mich wirklich nur der Titel“, spielte die Zeit für Junk diesmal nur eine untergeordnete Rolle.
Gina Lückenkemper hatte auf aufgrund der hohen Belastung auf das Finale verzichtet, am Tag zuvor aber 100-Meter-Gold vor Junk gewonnen. Die Siegerzeit der Wahl-Berlinerin betrug 11,17 Sekunden, Junk lief 11,33 Sekunden. „Ich habe schon mit den Medaillen geliebäugelt. Aber wenn man mal in die Meldeliste schaut, das sind alles Top-Namen und so eine starke Konkurrenz. Ich habe mich gut gefühlt. In einem starken Feld als Vizemeisterin rauszugehen, freut mich natürlich. Ich bin über Monate hinweg gesund geblieben. Das ist so wichtig“, sagte Junk die auch sehr gute Argumente für eine Staffelnominierung bei der Weltmeisterschaft in Tokio sammelte.
DM 2025 Dresden | Sophia Junk krönt sich mit dem DM-Titel
Gold und Silber für Sophia Junk bei der DM in Dresden (Foto: Iris Hensel).

