Vier Medaillen bei süddeutschen Titelkämpfen

Die deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Dortmund können kommen. Die Spitzensprinter der LG Rhein-Wied haben bei den süddeutschen Titelkämpfen der Aktiven und U18-Jugendlichen in Karlsruhe einen sehr guten Eindruck hinterlassen und mit vier Medaillen auf den vorderen Plätzen erfolgreich abgeschnitten.
Gold, Silber und Bronze für Pascal Kirstges bei der Süddeutschen Hallen Meisterschaft in Karlsruhe (Foto: Dirk Gantenberg).

Gold, Silber und Bronze für Pascal Kirstges bei der Süddeutschen Hallen Meisterschaft in Karlsruhe (Foto: Dirk Gantenberg).

Pascal Kirstges ragte mit Gold über 60 Meter, Silber mit der 4x200-Meter-Staffel und Bronze über die Hallenrunde heraus. Der 60-Meter-Titelverteidiger sah sich selbst nicht als Favorit, fühlte sich in dieser Rolle aber wohl. Im Vor- (6,92 Sekunden) und Zwischenlauf (6,80) ließ Kirstges nichts anbrennen. „Ich wusste, dass der direkte Vergleich im Finale das ist, was mir liegt, und ich eventuell den ein oder anderen überrumpeln kann. Am Ende ist mein Plan beängstigend gut aufgegangen“, freute sich der 27-Jährige über Platz eins in 6,77 Sekunden und der damit erfüllten A-Norm für die deutsche Meisterschaft in Dortmund. Erst das Zielfoto konnte die Reihenfolge an der Spitze des Feldes aufklären. 0,002 Sekunden, die Kirstges vor Felix Kunstein lag, sind mit dem bloßen Auge nicht auszumachen. Als „zwei sehr stabile Rennen“ beschrieb Kirstges den Weg zu 200-Meter-Bronze in 21,84 Sekunden (Vorlauf: 21,73). „Mit dem dritten Platz bin ich sehr zufrieden, auch wenn nicht alles zusammengepasst hat.“

Die Männerstaffel mit Lennert Kolberg, der sich körperlich in seiner sehr guten Verfassung befindet und mit 6,99 Sekunden über 60 Meter in Vor- und Zwischenlauf einen Schritt in die richtige Richtung zeigte, Kirstges, Reiko van Wees, der nach schnellem Angang und 50,41 Sekunden im 400-Meter-Vorlauf zugunsten der Staffel auf das Finale verzichtete, sowie Schlussläufer Eric Kreuter brachte ein abgeklärtes Rennen auf die Bahn, gewann Silber und unterbot in 1:27,71 Minute die DM-Norm um eine halbe Sekunde. Es ist die derzeit fünftschnellste Zeit in Deutschland. Das Frauenquartett mit Jessica Roos, Maren Schumacher (persönliche Bestleistung von 7,78 Sekunden im 60-Meter-Vorlauf), Miriam Rühle und Carolina Menrath wurde nach einer starken ersten Hälfte aufgrund eines ungültigen Wechsels disqualifiziert und muss nun mit der B-Qualifikation auf einen DM-Start hoffen.

Bei den Frauen gewann Viktoria Müller die einzige Rhein-Wied-Medaille. Nach 8,49 Sekunden im Vorlauf steigerte sie sich im Finale als Dritte auf 8,41 Sekunden mit wiederholter Unterbietung der DM-A-Norm. Bei den süddeutschen Meisterschaften der U16 unter freiem Himmel war Lina Schmidt im vergangenen Sommer beim Heimspiel in Koblenz bereits die Nummer eins. Jetzt ist sie eine Altersklasse aufgerückt, und auch in der U18 behauptete sie sich über Hürdensprint über 60 Meter in 8,90 Sekunden als Bronzemedaillengewinnerin. Die U18-Staffel mit Johanna Karst, Svea Weber, Lotta Meuter und Schlussläuferin Schmidt zeigte sich mit Platz vier in 1:45,18 Minute knapp hinter der LG Filder in guter Verfassung.

Die Altersklasse U20, die in Karlsruhe kein Betätigungsfeld fand, hatte in Leverkusen eine Möglichkeit, sich auf hohem Niveau zu messen. Rhein-Wied-Neuzugang Leonie Kupser brachte vom Rhein die DM-Norm über 60 Meter mit. Im Vorlauf hatte sie diese mit 7,75 Sekunden unterboten, im Endlauf (Platz drei) steigerte sie sich noch einmal auf ein persönliche Bestleistung von 7,73 Sekunden. Ebenfalls mit Hausrekord (8,90 Sekunden) liegt Celina Medinger, die Zweite über 60 Meter Hürden, unter der für einen DM-Start benötigten Zeit. Zudem erreichte sie mit 1,60 Meter im Hochsprung ihr bislang bestes Wettkampfergebnis. Florian Henne mischte über 1500 Meter mit Rang zwei in 4:23,99 Minuten ebenfalls weit vorne mit.
Amelie Schmitt hatte mit der süddeutschen Meisterschaft in Karlsruhe noch nicht genug. In Leverkusen reihte sie direkt den nächsten Wettkampf hintendran und steigerte sich über 60 Meter Hürden auf eine persönliche Bestleistung von 9,60 Sekunden.

Weitere Ergebnisse

Karlsruhe:
Männer, 60 Meter, Zwischenlauf: Lennert Kolberg 6,99 Sekunden; Vorlauf: Reiko van Wees 7,17 Sekunden.
200 Meter, Vorlauf: Kolberg 22,38 Sekunden.
Frauen, 400 Meter, Vorlauf: Carolina Menrath 58,68 Sekunden.
1500 Meter: 10. Radha Fiedler 4:38,78 Minuten.
Männliche Jugend U18, 60 Meter: Samuel Plenert Fabing 7,76 Sekunden.
1500 Meter: 11. Sebastian Henne 4:23,32 Minuten.
60 Meter Hürden: Samuel Lehnart 8,82 Sekunden.
Hochsprung: 14. Plenert Fabing 1,71 Meter.
Weitsprung: 13 Plenert Fabing 6,13 Meter.
Weibliche Jugend U18, 60 Meter: 5. Lina Schmidt 7,87 Sekunden.
Kugelstoß: 5. Amelie Schmitt 12,19 Meter.

Leverkusen:
Weibliche Jugend U20, 60 Meter Hürden: 8. Tiara Zinn 10,41 Sekunden (Vorlauf: 9,99 Sekunden, persönliche Bestleistung).
Weibliche Jugend U18, 200 Meter: 17. Amelie Schmitt 28,85 Sekunden. 60 Meter Hürden: 6. Schmitt 9,71 Sekunden (Vorlauf: 9,60, persönliche Bestleistung).