Wolfgang Birkenstock im Alter von 55 Jahren gestorben

Mit unzähligen Bildern und Texten war er in den vergangenen Jahrzehnten ein steter Begleiter der deutschen Leichtathletik. Sein markanter Hut wurde sein Markenzeichen, seine dezente Kleidung ein Ausdruck seiner Zurückhaltung, denn er rückte lieber andere in den Mittelpunkt. Im Alter von 55 Jahren ist zum Jahresende viel zu früh der Journalist und Fotograf Wolfgang Birkenstock verstorben.

Noch kurz vor Weihnachten ein Telefonat und der Austausch von E-Mails. Zu diesem Zeitpunkt war Wolfgang Birkenstock froh, dass er endlich eine Diagnose für seine lange anhaltenden Hüftschmerzen hatte. Ein Tumor. Nichts Unbekanntes für ihn, denn er hatte bereits mehrere davon erfolgreich hinter sich gelassen. Diesmal nicht. Am Samstag, den 31. Dezember 2022 ist Wolfgang Birkenstock im Alter von 55 Jahren in Aachen gestorben.

Der ehemalige Sprinter, in Andernach aufgewachsen, wurde während seines Studiums an der RWTH Aachen journalistisch tätig und fand Gefallen daran. Er war als freiberuflicher Journalist auf wenige, aber recht unterschiedliche Themenfelder fokussiert. Die Meisten kennen ihn als Fotografen mit dem auffälligen Hut. Er berichtete in Wort und Bild von regionalen bis zu internationalen Meisterschaften. Sein Schwerpunkt war die Leichtathletik. Als Diplom-Ingenieur der Luft- und Raumfahrttechnik schrieb er auch Fachartikel für die Flug Revue. Er war engagiert im Deutschen-Journalisten-Verband (DJV) und hielt Fachvorträge an Schulen zum Thema Medienkompetenz. Für Vereine und Verbände produzierte er Bücher, Hefte und viele weitere Druckerzeugnisse.

Preisgekröntes Stabhochsprung-Foto

Die Bilder von Wolfgang Birkenstock waren gefragt. Bei Redaktionen aus dem gesamten Bundesgebiet und bei allen Beteiligten im Sport. Das Bild eines Stabhochspringers auf dem Aachener Katschhof, der scheinbar die Spitze des Doms berührt, brachte ihm 2019 den Lokalsportpreis im Journalistenwettbewerb des Verbands Deutscher Lokalzeitungen (VDL). 

Mit Wolfgang Birkenstock verlieren wir einen bescheidenen und liebenswerten Menschen. In Dankbarkeit für seinen Einsatz trauert die LG Rhein-Wied um ein Vereinsmitglied. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie. Die LG Rhein-Wied wünscht seinen Angehörigen viel Kraft.