Rhein-Wieder Polizisten gewinnen drei DM-Titel

Überaus erfolgreich schnitten die Ordnungshüter der LG Rhein-Wied bei der deutschen Polizeimeisterschaft in Dessau ab. Sophia Junk, Kai Kazmirek und Leon Schwöbel brachten jeweils einen Titel mit.

Sophia Junk entschied die 200 Meter mit einer Zeit von 23,90 Sekunden deutlich für sich (Foto: René Weiss).

Sophia Junk entschied die 200 Meter mit einer Zeit von 23,90 Sekunden deutlich für sich (Foto: René Weiss).

Nach starken Regenfällen und langer Unterbrechung waren bei Kazmirek gute Nerven gefragt. Er schaffte das bei seinem Start über 110 Meter Hürden, die der Neuwieder in 14,09 Sekunden knapp vor seinem Zehnkampf-Kollegen Nico Beckers für sich entschied. Ein spannendes Duell um Gold lieferten sich Kazmirek und Malik Diakité im Weitsprung. Diakité legte im zweiten Durchgang 7,18 Meter vor, an die der Rhein-Wieder mit seinem fünften Versuch ganz knapp herankam (7,17). Diakité konterte mit 7,24 Metern und untermauerte seine Spitzenposition. Sophia Junk nahm die Meisterschaft zum Saisonausklang „zum Spaß“ mit. Spaß hatte die WM-Teilnehmerin von Eugene auch an ihrem Ergebnis, denn sie entschied die 200 Meter mit einer Zeit von 23,90 Sekunden deutlich für sich. Neben Junk vertrat auch Nina Sinzig die Rhein-Wied-Farben in der rheinland-pfälzischen Schwedenstaffel. Gemeinsam mit Anna-Lena Mockenhaupt und Phyllis Mainka belegten sie den vierten Rang (2:20,56 Minuten). Sinzig qualifizierte sich zudem mit der Einstellung ihrer 100-Meter-Bestzeit von 13,07 Sekunden für die Zwischenläufe. Mit drei Versuchen deutlich über die 18-Meter-Markierung heraus bestimmte Leon Schwöbel die Kugelstoß-Entscheidung. Am Ende wurden für den Rhein-Wieder 18,65 Meter notiert, und somit 1,20 Meter mehr als die Weite des Zweiten betrug.

Eine bemerkenswerte Parallele brachten die Meetings in Leichlingen und Marburg für die LG Rhein-Wied hervor. Sowohl beim Springer- und Werfertag in Nordrhein-Westfalen als auch beim Sommerferiensportfest in Hessen war die Anzahl der Rhein-Wied-Siege größer als die der angetretenen Athleten. Es hagelte Mehrfacherfolge, und schließlich trugen alle in Leichlingen Gemeldeten mindestens einen ersten Platz davon. Michelle Kopietz, als W12-Athletin die jüngste Rhein-Wiederin in Leichlingen, entschied den Speerwurf mit einer persönlichen Bestweite von 20,75 Metern für sich. Eva-Fabienne Stein (W13) nahm alles mit, was ging. Vier Starts im Hochsprung (1,45 Meter), Kugelstoß (9,37 Meter), Diskuswurf (26,08 Meter) und Speerwurf (34,29 Meter) hatten vier Klassensiege zur Folge. Als Bonus bedeuteten die 26,08-Diskus-Meter in dieser Disziplin einen Hausrekord. Auch Samuel Plenert Fabing gelangen zwei Versuch, mit bislang besten erzielten Weiten. Mit der Kugel reihte er sich in der M13 an der Spitze ein (8,54 Meter), 24,26 Meter im Speerwurf bescherten ihm ebenfalls eine Steigerung. Auch im Diskuswurf war er an diesem Tag das Maß der Dinge (8,54 Meter). In allen drei W14-Wurfdisziplinen gehörte der Spitzenplatz Amelie Schmitt. Sie stieß die Kugel 11,08 Meter weit, warf den Diskus auf 26,65 Meter und knackte im Speerwurf die 30-Meter-Marke (30,67 Meter). Überlegene Hochsprung-Siegerin in dieser Altersklasse wurde Leonie Böckmann (1,58 Meter). Einen Doppelsieg bestehend aus Hochsprung (1,45 Meter) und Speerwurf (30,70 Meter) feierte Celina Medinger, und Marie Böckmann brachte ebenfalls zwei Erfolg mit. Die Speerwurf-Bestweite (32,19 Meter) und 1,61 Meter im Hochsprung dürften sie genauso gefreut haben wie der Kugelstoß-Hausrekord von 10,09 Metern.

Die weiteren Ergebnisse aus Leichlingen:
U20, Kugelstoß: 2. Marie Böckmann 10,09 Meter; Diskuswurf: 2. Böckmann 28,32 Meter.
W14, Hochsprung: 2. Amelie Schmitt 1,47 Meter.
M13, Speerwurf: 2. Samuel Plenert Fabing 29,26 Meter.
W12, Hochsprung: 4. Michelle Kopietz 1,21 Meter; Weitsprung: 2. Kopietz 4,51 Meter.

In Marburg beherrschte Miriam Rühle die U20-Sprints. Sie lief in 13,32 Sekunden über 100 und 27,01 Sekunden über 200 Meter jeweils ganz nach vorn.. Sechs weitere Siege stammen ebenfalls von der Laufbahn. Marc Seibel gewann die 80 Meter Hürden der M15 (12,63 Sekunden), Samuel Lehnart lief erstmals die 300-Meter-Hürden. 44,76 Sekunden standen auf der Uhr und er hatte auch über 80 Meter Hürden die Nase vorn (12,63 Sekunden). Noah Seibel (M13) zeigte sich auf den kurzen Strecken ebenfalls in guter Verfassung. Die 60 Meter Hürden bewältige in persönlicher Bestzeit (10,10 Sekunden) genauso als Erster wie die 75 Meter in 10,20 Sekunden. Bei den 13-Jährigen gingen zudem beide Weitsprung-Siege an die LG Rhein-Wied: Noah Seibel (4,67 Meter) und Lotta Meuter (4,24 Meter), die auch die 60 Meter Hürden gewann (11,35 Sekunden), führten die Felder an.

Die weiteren Ergebnisse aus Marburg:
M15, Weitsprung: 2. Marc Seibel 4,95 Meter; Speerwurf: 2. Seibel 26,72 Meter.
M14, Speerwurf: 3. Samuel Lehnart 25,66 Meter.
W14, 100 Meter: 3. Johanna Karst 14,30 Sekunden; Weitsprung: 4. Karst 3,76 Meter.
W13, 75 Meter: 5. Lotta Meuter 11,18 Sekunden.

Lena Eichhorn war die überragende Rhein-Wiederin beim Walfried-Heinz-Sportfest in Konz. Vier der sechs Klassensiege gingen auf das Konto des W14-Talents. Eichhorn setzte sich über 300 Meter (42,94 Sekunden), 80 Meter Hürden (13,31 Sekunden), im Hochsprung (1,48 Meter) und Weitsprung (4,72 Meter) durch. Weitere Plätze auf dem höchsten Podest gingen an Andreas Dasbach (1:00,37 Minute über 400 Meter) und Tim Waldstädt (9:22,03 Minuten über 1000 Meter).

Die weiteren Ergebnisse aus Konz:
WU18, 100 Meter, Vorlauf: Marie Brocker 13,68 Sekunden.
M15, 300 Meter: 3. Jonas Dasbach 44,89 Sekunden; Hochsprung: 3. Dasbach 1,48 Meter; Speerwurf: 2. Dasbach 27,68 Meter.
W15, 100 Meter, Vorlauf: Charlotte Peerenboom 14,43 Sekunden.
W14, 100 Meter, Vorlauf: Liv Brocker 14,25 Sekunden, Lisa-Sophie Lemke 13,79, Lotta Götz 13,37; 80 Meter Hürden: 2. Götz 13,55 Sekunden; Hochsprung: 3. Götz 1,36 Meter; Weitsprung: 4. Lemke 4,49 Meter, 7. Götz 4,27.

Einzige Rhein-Wieder Teilnehmerin am Abendsportfest in Pfungstadt war Carolina Menrath, die für die 800 Meter meldete und hier mit einer Zeit von 2:21,70 Minuten Rang drei belegte.

Zum dritten Teil der Bahnlaufserie fanden Manuel Becker und Thierry van Riesen den Weg nach Bergisch Gladbach, wo sie für die 1500-Meter-Distanz meldeten. Mit Zeiten von 4:36,60 beziehungsweise 4:42,18 Minuten erreichten sie in der Altersklasse M30 die Plätze drei und vier.