Paquées Goldwurf mit dem letzten Versuch

Für die LG Rhein-Wied stand das Wochenende ganz im Zeichen der Wurfdisziplinen. Während Markus Paquée bei der deutschen Winterwurf-Meisterschaft auftrumpfte, fand der Werfertag im Rhein-Wied-Stadion großen Anklang.

Paquées Goldwurf mit dem letzten Versuch (Foto: Vera Sunke).

Paquées Goldwurf mit dem letzten Versuch (Foto: Vera Sunke).

Weil ihn seine im Januar erlittene Fußverletzung immer noch nicht uneingeschränkt trainieren lässt, war Markus Paquées Erwartungshaltung bei der Winterwurf-DM in Erfurt nicht besonders hoch. Umso mehr freute sich der M45-Senior, dass er fast an seine Bestleistung aus dem vergangenen Jahr herankam und die Speerwurf-Goldmedaille gewann. Schon der erste Durchgang verlief verheißungsvoll und weckte mit 50,86 Metern Hoffnungen auf eine gute Platzierung. Nachdem Paquée in den nächsten Durchgängen die 50-Meter-Marke etwas aus dem Augen verloren hatte, schärfte er noch einmal die Sinne. „Und beim letzten Versuch passte dann scheinbar ein bisschen mehr zusammen. Schon beim Abwurf merkte ich, dass ich den Speer gut getroffen habe", berichtete der Rhein-Wieder. 54,03 Meter bedeuteten seinen zweitweitesten Wurf aller Zeiten und die Goldmedaille vor Jens Kresalek (51,25 Meter), den er mit der letzten Möglichkeit noch übertrumpfte.

Nach dem Sieg von Erfurt trat der frisch dekorierte Meister die Heimreise an, um tags darauf am Werfertag im Rhein-Wied-Stadion teilzunehmen. Mit diesem Wettkampfangebot traf die LG genau den Geschmack vieler Wurfspezialisten. 274 Meldungen von 111 Teilnehmern aus 21 Vereinen stellten die Veranstalter sehr zufrieden. Die heimische LG griff mit rund 130 Meldungen besonders eifrig zu Kugel, Speer und Diskus.

Im Rhein-Wied-Stadion traf sich die komplette Bandbreite der Leichtathletik, angefangen beim Nachwuchs der Altersklasse U14 über Olympia-Teilnehmer Kai Kazmirek bis hin zu den höheren Seniorenklassen. 21 erste Plätze ergatterten die Lokalmatadore, unter anderem drei durch Paquée, Kazmirek und Eva-Fabienne Stein, an einem Tag mit unzähligen persönlichen Bestleistungen. Über eine Saisonbestleistung freute sich US-Stipendiatin Maren Wilms. Bei den „Clyde Littlefield Texas Relays" lief sie die 400 Meter Hürden in 1:04,60 Minuten.

Die ersten Plätze der LG Rhein-Wied beim Werfertag in Neuwied:
Frauen, Speerwurf: Sarah Plümer 33,49 Meter.
Weibliche Jugend U20, Diskuswurf: Vivien Ließfeld 21,10 Meter.
M14, Kugelstoß: Samuel Lehnart 7,76 Meter.
W14, Kugelstoß: Amelie Schmitt 10,35 Meter; Diskuswurf: Schmitt 24,80; Speerwurf: Leonie Böckmann 29,22.
M13, Kugelstoß: Noah Seibel 9,61 Meter; Diskuswurf: Seibel 22,71; Speerwurf: Sebastian Henne 29,58.
W13, Kugelstoß: Eva-Fabienne Stein 8,86 Meter; Diskuswurf: Stein 22,02; Speerwurf: Stein 31,74.
W12, Speerwurf: Ida Stein 17,51 Meter.
M30, Kugelstoß: Kai Kazmirek 13,60 Meter; Diskuswurf: Kazmirek 43,65; Speerwurf: Kazmirek 54,51.
M45, Kugelstoß: Markus Paquée 10,44 Meter; Diskuswurf: Paquée 31,31; Speerwurf: Paquée 45,12.
W40, Kugelstoß: Katja Lemke 4,47 Meter; Speerwurf: Lemke 8,00.

Hier geht es zur vollständigen Ergebnisliste des Werfertages.