Hallensaison in vollem Gange

Die Leichtathleten der LG Rhein-Wied haben am vergangenen Wochenende Wettkämpfe in Ludwigshafen, Mannheim, Frankfurt und den USA besucht und dabei erfreuliche Ergebnisse abgeliefert.

Die 4x200-Meter-Staffel in der Besetzung Lena Kuppert, Celina Medinger, Tiara Zinn und Amelie Schmitt (von rechts nach links) gewann den Rheinland-Titel (Foto: Dieter Lösch).

Die 4x200-Meter-Staffel in der Besetzung Lena Kuppert, Celina Medinger, Tiara Zinn und Amelie Schmitt (von rechts nach links) gewann den Rheinland-Titel (Foto: Dieter Lösch).

Der U18-Nachwuchs hat den Anfang gemacht: Bei der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft unter dem Ludwigshafener Hallendach eröffneten die jungen Leichtathleten die Medaillenjagd im Jahr 2023. Wie gehabt gab es auch eine integrierte Rheinlandwertung. Auf beiden Ebenen schnitten die Talente der LG Rhein-Wied erfolgreich ab. Im männlichen Bereich richteten sich alle LG-Blicke auf Robin Franz als einziger Vertreter in der Pfalz. Franz meldete für drei Entscheidungen und gewann in der Landeswertung über 200 Meter (23,43 Sekunden) sowie im Hochsprung (1,83 Meter, persönliche Bestleistung) jeweils Bronze. Auf Rheinland-Level brachte ihm die 200-Meter-Leistung sogar den Titel ein, das Hochsprung-Ergebnis und seine 7,30 Sekunden (persönliche Bestleistung) im 60-Meter-Finale waren für Silber gut.

Auch in der weiblichen U18 gab es eine Reihe von Hausrekorden und Rheinland-Medaillen. Das Maß der LVR-Dinge waren Leonie Böckmann mit 1,50 Meter im Hochsprung (Rheinland-Pfalz-Zweite), Amelie Schmitt mit 11,03 Metern im Kugelstoß (Rheinland-Pfalz-Dritte) und die 4x200-Meter-Staffel in der Besetzung Lena Kuppert, Celina Medinger, Tiara Zinn, Amelie Schmitt. Das Quartett benötigte 1:54,10 Minute. Medinger belohnte sich für ihre Leistungen mit einem kompletten Rheinland-Medaillensatz: Silber gab’s im Hürdensprint für 9,14 Sekunden, Bronze nach der 200-Meter-Bestleistung von 27,99 Sekunden. Lena Kuppert qualifizierte sich mit ihrem bisherigen Bestwert von 8,36 Sekunden für das 60-Meter-Finale, in dem sie als drittbeste Rheinländerin die Lichtschranke durchbrach. Gut schnitten die Rhein-Wiederinnen in den Sprungdisziplinen ab. Amelie Schmitt stand im Hochsprung (1,45 Meter) als Dritte auf dem rheinländischen Podium, die gleichen Positionen gingen an Johanna Monschauer im Weit- (5,12 Meter, persönliche Bestleistung) und Leonie Böckmann im Dreisprung (9,52 Meter, persönliche Bestleistung).

Weitere Ergebnisse
Weibliche U18, 60 Meter: Tiara Zinn 8,94 Sekunden im Vorlauf. 400 Meter: 4. (Rheinlandwertung: 4.) Emily Ateschrang 1:08,25 Minute. 60 Meter Hürden: 11. (6.) Amelie Schmitt 9,76 Sekunden; 13. (7.) Zinn 9,88. Weitsprung: 6. (4.) Celina Medinger 5,02 Meter.

Beim Mannheimer Hallensportfest hagelte es für die Rhein-Wieder Saison- und persönliche Bestleistungen. Die schnelle Trainingsgruppe mit Pascal Kirstges, Lennart Kolberg und Reiko van Wees qualifizierte sich komplett für das 60-Meter-A-Finale. Kirstges (4., 6,89 Sekunden) und Kolberg (6., 6,95 Sekunden) steigerten ihre Jahresbestwerte genauso wie über die Hallenrunde (Kirstges: 4. in 21,92 Sekunden; Kolberg: 5.. in 22,02 Sekunden). Van Wees nahm zwei Hausrekorde mit, die nun 7,06 beziehungsweise 22,34 Sekunden lauten. Bei Kira Roscher stehen seit Mannheim 26,54 Sekunden als 200-Meter-Saisonbestleistung und 8,11 Sekunden über 60 Meter als Allzeitbestmarke in der Statistik. Hannah Stampfl verbesserte sich bei ihrem zweiten Platz über 1500 Meter auf 4:49,91 Minuten. Die Ergebnisse haben auch eine erfreuliche Relevanz für die bevorstehenden deutschen Hallenmeisterschaft: Stampfl qualifizierte sich für die Jugend-DM, Kirstges knackte die B-Norm über 200 Meter.

Viktoria Müller hat beim 3. Frankfurter Wintercup ihre gute Leistung aus Saarbrücken mit einem weiteren ersten Platz bestätigt. Die Hürdensprinterin von der LG Rhein-Wied blieb mit der Vorlaufzeit von 8,42 Sekunden nur knapp über ihrer deutschen Hallen-Jahresbestleistung von 8,36 Sekunden. Im Finale gewann Müller mit 8,51 Sekunden und deutlichem Vorpsrung. Lena Brunnhübner lief die 60 Meter flach in 7,64 (Vorlauf) beziehungsweise 7,63 Sekunden (Finale), belegte damit Rang zwei und realisierte die B-Norm für die deutsche Hallenmeisterschaft. Auch die weiteren Rhein-Wied-Sprinter überzeugten. Florian Raadts qualifizierte sich im starken 60-Meter-Feld der Männer für das A-Finale, Viven Ließfeld (Jugend U20) stellte einen neuen Hausrekord über 60-Meter Hürden auf (9,31 Sekunden).

Weitere Ergebnisse
Männer, 60 Meter: 8. Florian Raadts 7,11 Sekunden (Vorlauf: 7,08).
Männliche Jugend U20, 60 Meter Hürden: 3. Paul Jacobi 9,89 Sekunden. Weitsprung: 8. Jacobi 5,55 Meter.
Weibliche Jugend U20, 60 Meter Hürden: 6. Vivien Ließfeld 9,31 Sekunden.
M15, 60 Meter Hürden: 5. Samuel Lehnart 9,90 Sekunden (Vorlauf: 9,81).

In Übersee sind die Stipendiatinnen Franziska Decker und Maren Wilms ins Wettkampf-Jahr 2023 gestartet. Decker gab beim Commodore Challenge vier Meldungen ab, jeder Teilbereich der Leichtathletik war vertreten. Sie lief die 60 Meter Hürden in 9,75 Sekunden, die von ihr erstmals im Wettkampf absolvierte 300-Meter-Distanz in 46,00 Sekunden, sprang 5,01 Meter weit, und ihr bester Kugelstoß-Versuch wurde mit 12,68 Metern gemessen. Maren Wilms nahm am Leonard Hilton Memorial Invitational teil und erreichte ihr bestes Ergebnis mit der Staffel der University of Texas at San Antonio über 4x400 Meter. Wilms brachte das Quartett als Schlussläuferin auf Platz drei ins Ziel. Als weitere Leistungen erreichte die Melsbacherin 5,27 Meter im Weitsprung und 9,42 Meter im Kugelstoß.